Traditionelle kritische Sichtweisen haben die so oft in E.T.A. Hoffmanns Prosawerk vorkommenden unrealisierbaren Liebesunionen zwischen den romantischen männlichen Künstlerfiguren und den geliebten Frauen als das Resultat des Gegensatzes Künstler-Philister bzw. Körper-Seele immer wieder stereotypisiert. Diese langjährige Tradition hat stets den Fokus auf binäre Oppositionen gesetzt und somit die männlichen Künstlerängste, -phantasien und -sehnsüchte interpretatorisch kristallisiert. Durch Einsetzung epistemologischer und literaturkritischer Instrumenten der Gender Studies zielt der Beitrag darauf, die Kategorie „Gender“ in die Interpretation von Johannes Kreislers Liebesphilosophie im Roman Lebens-Ansichten des Katers Murr mit einzubeziehen und somit Hoffmanns Künstlerfigur von einem anderen Standpunkt her auszulegen. Dabei öffnen die Konzepte „queer“, „erotisches Dreieck“ und „Homosozialität“ den Blick auf die oben erwähnten Gegensätze und führen zu einer alternativen Deutung von Kreislers männlicher Identität.

Queering Johannes Kreisler und die ‛Liebe des Künstlers’ in E. T. A. Hoffmanns Roman ‛Lebens-Ansichten des Katers Murr’

FERRO MILONE, GIULIA
2013

Abstract

Traditionelle kritische Sichtweisen haben die so oft in E.T.A. Hoffmanns Prosawerk vorkommenden unrealisierbaren Liebesunionen zwischen den romantischen männlichen Künstlerfiguren und den geliebten Frauen als das Resultat des Gegensatzes Künstler-Philister bzw. Körper-Seele immer wieder stereotypisiert. Diese langjährige Tradition hat stets den Fokus auf binäre Oppositionen gesetzt und somit die männlichen Künstlerängste, -phantasien und -sehnsüchte interpretatorisch kristallisiert. Durch Einsetzung epistemologischer und literaturkritischer Instrumenten der Gender Studies zielt der Beitrag darauf, die Kategorie „Gender“ in die Interpretation von Johannes Kreislers Liebesphilosophie im Roman Lebens-Ansichten des Katers Murr mit einzubeziehen und somit Hoffmanns Künstlerfigur von einem anderen Standpunkt her auszulegen. Dabei öffnen die Konzepte „queer“, „erotisches Dreieck“ und „Homosozialität“ den Blick auf die oben erwähnten Gegensätze und führen zu einer alternativen Deutung von Kreislers männlicher Identität.
Romantik; Queer Studies; gender studies; E.T.A. Hoffmann
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Utilizza questo identificativo per citare o creare un link a questo documento: http://hdl.handle.net/11562/793566
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