Phainesthai, dokein und alêtheia in Platons Politeia

Stavru Alessandro
2020-01-01

Erscheinung, Platon, Wahrheit, Meinung, Politeia
Der Bezug zwischen ›Erscheinung‹ und ›Wahrheit‹ spielt in Platons Politeia eine wichtige Rolle. An mehreren Stellen wird die ›Wahrheit‹ im Gegensatz zu ei- ner ›Unwahrheit‹ definiert, die in einem irreführenden ›Erscheinen‹ (phainesthai bzw. dokein) von Gegenständen besteht. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Platon das Erscheinen allein als eine Irreführung oder eine Täuschung ansieht. Die Bedeutung von phainesthai und dokein ist vielmehr ambivalent und beschränkt sich bei weitem nicht auf negative Aspekte. An verschiedenen Stellen der Politeia zeigt Platon, dass der Weg zur Erkenntnis seinen Ausgang von einer Auseinandersetzung mit Erkenntnisgegenständen nimmt, anhand derer die Wahrheit des Seins erscheint, wenn auch oft unvollständigerweise und trügerischerweise. Die aus dem Erscheinen hervorgehende Sichtbarkeit der Gegenstände ist zugleich trügerisch und erkenntnisstiftend: Einerseits trägt nämlich das Erscheinen dazu bei, die Wahrheit zu verbergen, andererseits kann nur durch dieses verbergende Erscheinen die Wahrheit hervortreten. In diesem Aufsatz werden diese beiden Ansätze zusammenhängend betrachtet, mit dem Zweck, die Wechselseitigkeit von Erscheinung und Wahrheit in Platons Politeia aufzuzeigen.
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Utilizza questo identificativo per citare o creare un link a questo documento: https://hdl.handle.net/11562/1044731
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