Die gedruckten Vorlesungsverzeichnisse der Albertus Universität aus dem 18. Jahrhundert sind bisher nie systematisch erschlossen worden. Zum Teil wohl, weil sie Dokumente von sehr grosser Rarität sind (in vielen Fällen geht es um Unikata), die darüberhinaus nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges lange Zeit als verschollen galten, zum zweiten aber auch, weil sich die Forschung von der Überzeugung angeblich verleiten ließ, für die Geistes- und Wissenschaftsgeschichte gäbe in diesen Dokumenten kaum Wissenwertes. Daß letztere nicht zutrifft, beweisen die von den Herausgebern erstellten Register, die den Nachdruck aller Vorlesungsverzeichnisse vom 1720-1804 (die Zeitspanne wurde vor auf die Lebensdaten Immanuel Kants angelegt) begleiten. Diese Register bilden gleichsam den Schlüssel, die eine sinnvolle Benutzung der Vorlesungsverzeichnisse ermöglicht. Sie informieren umfassend über Biographie und Wirksamkeit aller in Könisgberg unterrichtenden Gelehrten, über die zitierten Bibelbücher und nicht zuletzt über die erwähnten historischen Personen sowie den Werken und Handbüchern, die dem akademischen Unterricht zugrunde gelegt wurden. In ihrer Einleitung machen die Herausbeger klar, daß aus diesem Band die Kantforschung aus das Meiste zu gewinnen hat. Wer waren Kants Lehrer? Was konnte Kant als Student hören? Wie war Kant selbst als Lehrer? Alle diese Frage können erst aufgrund einer Analyse der entspreeechenden Vorlesungsverzeichnisse beantwortet werden. Aber nicht nur der Philosophiehistoriker, sondern auch der Wissenschafts-, Medizin-, Rechts- und Kirchenhistorikern wird in dem Band eine ganze Reihe bisher kaum zugänglicher Materialien finden. Es geht darum, das geistige Leben an der Albertus-Universität im 18. Jahrundert Semester nach Semester in der Gesamtheit des Lehrangebots zu verfolgen.

Vorlesungsverzeichnisse der Universität Königsberg (1720-1804): Mit einer Einleitung und Registern

POZZO, Riccardo;
1999

Abstract

Die gedruckten Vorlesungsverzeichnisse der Albertus Universität aus dem 18. Jahrhundert sind bisher nie systematisch erschlossen worden. Zum Teil wohl, weil sie Dokumente von sehr grosser Rarität sind (in vielen Fällen geht es um Unikata), die darüberhinaus nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges lange Zeit als verschollen galten, zum zweiten aber auch, weil sich die Forschung von der Überzeugung angeblich verleiten ließ, für die Geistes- und Wissenschaftsgeschichte gäbe in diesen Dokumenten kaum Wissenwertes. Daß letztere nicht zutrifft, beweisen die von den Herausgebern erstellten Register, die den Nachdruck aller Vorlesungsverzeichnisse vom 1720-1804 (die Zeitspanne wurde vor auf die Lebensdaten Immanuel Kants angelegt) begleiten. Diese Register bilden gleichsam den Schlüssel, die eine sinnvolle Benutzung der Vorlesungsverzeichnisse ermöglicht. Sie informieren umfassend über Biographie und Wirksamkeit aller in Könisgberg unterrichtenden Gelehrten, über die zitierten Bibelbücher und nicht zuletzt über die erwähnten historischen Personen sowie den Werken und Handbüchern, die dem akademischen Unterricht zugrunde gelegt wurden. In ihrer Einleitung machen die Herausbeger klar, daß aus diesem Band die Kantforschung aus das Meiste zu gewinnen hat. Wer waren Kants Lehrer? Was konnte Kant als Student hören? Wie war Kant selbst als Lehrer? Alle diese Frage können erst aufgrund einer Analyse der entspreeechenden Vorlesungsverzeichnisse beantwortet werden. Aber nicht nur der Philosophiehistoriker, sondern auch der Wissenschafts-, Medizin-, Rechts- und Kirchenhistorikern wird in dem Band eine ganze Reihe bisher kaum zugänglicher Materialien finden. Es geht darum, das geistige Leben an der Albertus-Universität im 18. Jahrundert Semester nach Semester in der Gesamtheit des Lehrangebots zu verfolgen.
9783772814945
storia delle università; illuminismo; Königsberg; Kant
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